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Diehl Defence GmbH & Co. KG

Alte Nußdorfer Straße 13, 88662 Überlingen

Ein Unternehmensbereich der Diehl Holdig, Nürnberg

siehe unten* - ingsgesamt ca. 90 weltweit
Lenkflugkörpern, Munition für Heer, Luftwaffe und Marine, u.a.
Helmut Rauch (CEO), Thomas Bodenmüller, Frank Kienzler
ca. 2.500
ca. 460 Millionen Euro
https://www.diehl.com/defence/de/company/organisation/

05/2020

Den Opfern eine Stimme;

den Tätern Name und Gesicht:


* Weitere Diehl Defence Standorte, Partner und Produkte:

- Diehl Retrofit Missile Systeme, Überlingen:   Modernisierung und Service der US-Sidewinder AIM 9L

- EuroSpike GmbH, Röthenbach:  Vermarktung der isrealischen SPIKE-Panzerabwehr-Raketen Familie

- Diehl & Eagle-Picher, Röthenbach: Lithium und Nickel-Cadmium/Nickel-Metall-Hydrid-Batterie-Packs für die Wehrtechnik

- DynITEC GmbH, Troisdorf:  Militärische Zünd- und Anzündmittel, energetische Materialien und elektronische Zündsysteme.

- JUNGHANS Microtec, Dunningen:  Weltmarktführer im Bereich Munitionszünder und Sicherungseinrichtungen

- PARSYS GmbH, Schrobenhausen: Weiterentwicklungen der PARS 3 LR Munition Unterstützungshubschraubers Tiger  

- RAM-System GmbH, Ottobrunn:  Programmsteuerung der schiffgestützten Luftabwehrraketen RAM

- AIM Infrarot-Module, Heilbronn:  Entwicklung und Bau von Infrarotdetektoren, Wärmebildgeräte, Stirling-Kühlmaschinen.

- Diehl Defence, Nonnweiler-Mariahütte:  Instandsetzer von Rad- und Kettenfahrzeugen für Bw und US-Army

Aktuelles

11.Januar 2020 Schwäbische Zeitung:

Bombige Geschäfte

Erstmals Rüstungsexporte für mehr als acht Milliarden Euro genehmigt

 

Luft-Luft-Raketen vom Typ Iris-T des Rüstungskonzerns Diehl Defence aus Überlingen: Die Kurzstreckenraketen wurden nach der Genehmigung durch die Bundesregierung unter anderem an Ägypten und Saudi-Arabien geliefert – Länder, die im Jemen-Krieg mitmischen und für die es laut Koalitionsvertrag keine Ausfuhrgenehmigungen geben sollte.

 

Berlin/Ravenburg  Michael Fischer und Andreas Knoch
(dpa/sz) Die Bundesregierung hat 2019 Rüstungsexporte für mehr als acht Milliarden Euro genehmigt und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Wert der Ausfuhrerlaubnisse von 4,8 auf 8,0 Milliarden – und hat sich damit nahezu verdoppelt. 32 Prozent der Genehmigungen entfielen auf Kriegswaffen, der Rest auf sonstige militärische Ausrüstung.
Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Katja Keul hervor.
Der bisherige Rekordwert von 7,8 Milliarden Euro aus dem Jahr 2015 war bereits bis Mitte Dezember übertroffen worden, jetzt
liegen die Zahlen für das gesamte Jahr vor. Danach stiegen auch die besonders umstrittenen Genehmigungen für die sogenannten Drittländer außerhalb von Europäischer Union und Nato um fast eine Milliarde Euro. Der Anteil dieser Ausfuhren am Gesamtvolumen sank allerdings von 52,8 auf 44,1 Prozent.
Rüstungsexporte in Drittländer sind vor allem wegen Menschenrechtsverstößen in vielen dieser Staaten heikel, aber in Einzelfällen auch wegen Verwicklungen in regionale Konflikte. Bis Mitte Dezember waren Algerien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Indonesien unter den zehn wichtigsten Empfängerländern der deutschen Rüstungsindustrie. Für das Gesamtjahr sind die Exportgenehmigungen für die einzelnen Länder noch nicht bekannt.
In den Jahren 2016 bis 2018 waren die Exportgenehmigungen kontinuierlich zurückgegangen. Den Anstieg 2019 hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mit einem Antragsstau wegen der langen Hängepartie bei der Regierungs-bildung 2017/18 erklärt. Sein Staatssekretär Ulrich Nußbaum weist in seiner Antwort auf die Anfrage Keuls darauf hin, „dass die Summe der Genehmigungswerte eines Berichtszeitraums allein kein tauglicher Gradmesser für eine bestimmte Rüstungsexportpolitik ist“. Die Art der exportierten Güter und der Verwendungszweck müssten berücksichtigt werden. Darüber gibt die Bundesregierung aber nur sehr eingeschränkt Auskunft.
Der Rüstungsrekord könnte in der Koalition für Ärger sorgen. Aus der SPD kommt bereits die Forderung nach Konsequenzen.
Der stellvertretende Fraktionschef Sören Bartol forderte schärfere Regeln für Waffenexporte in Drittländer.

„Deutsche Waffen soll es höchstens für enge Partner geben und niemals für Länder, die selbst Kriege führen.“

In der Rüstungsbranche sieht man das anders. „Wenn Deutschland eine Rüstungsindustrie haben will, muss die mit Aufträgen ausgelastet werden. Das geht nicht ohne den Export“, sagte ein Sprecher der Verteidigungssparte von Airbus Defence & Space im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“. Der Konzern hat am Standort Immenstaad unter anderem eine Grenzsicherungsanlage für Saudi-Arabien entwickelt. Im Zuge der Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Kashoggi im Oktober 2018 wurde die Ausfuhrgenehmigung durch die Bundesregierung jedoch zurückgenommen. „Seitdem stehen wir vor dem Problem, dass wir zwar einen unterschriebenen Vertrag vorliegen haben, aber nicht liefern können“, erklärte der Sprecher und beklagte, dass es „keine klare Linie“ der Bundesregierung bei Rüstungsexporten in Drittländer gebe. Denn defacto existiere kein Rüstungsexportembargo für Saudi-Arabien.

Ähnlich äußerte sich auch Lothar Belz, Firmensprecher beim Radar-und Sensorspezialisten Hensoldt. „Unser gesamtes Geschäft unterliegt der Genehmigung durch die Bundesregierung. Dabei ist es für das Unternehmen und die Arbeitsplätze in der Region von großer Bedeutung, dass wir Planungssicherheit durch verlässliche Vorgaben haben“, sagte Belz und verwies darauf, dass Deutschland bereits heute sehr restriktive Exportkontrollrichtlinien habe, die in jüngerer Vergangenheit mehrfach verschärft worden seien. Hensoldt fertigt am Standort Ulm vor allem Radarsysteme, darunter ein Passivradar, mit dem sogar Tarnkappen-Jets wie die US-amerikanische F-35 geortet und verfolgt werden können. Rund 30 Prozent seines Umsatzes (2018: 1,1 Milliarden Euro) macht Hensoldt mit Drittländern.
Grüne und Linke dringen seit Langem auf eine restriktivere Rüstungsexportpolitik. Die Grünen-Rüstungsexpertin Keul kritisiert
vor allem, dass sich die Exporte von Kriegswaffen in Drittländer im Vergleich zum Vorjahr auf 817 Millionen fast verdoppelt hätten. „Das wird auch nicht dadurch besser, dass die Exporte an Bündnispartner in Rekordhöhe gestiegen sind.“

https://epaperreader.schwaebische.de/lindauerzeitung/4798/?gatoken=eyJ1c2VyX2lkI... 11.01.2020

04.07.2017 Südkurier sen/dpa   Autor: Stefan Lutz

Nürnberg Diehl legt kräftig zu.

Der Konzern ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Dazu beigetragen haben auch die Überlinger Standorte.
Der Rüstungs- und Technologiekonzern Diehl hat im ver-gangenen Jahr einen kräftigen Wachstumsschub verbucht. Wie das Familienunternehmen in Nürnberg mitteilte, kletterte der Konzernumsatz um 9,7 Prozent auf 3,41 Milliarden Euro. Getragen wurde das Wachstum nicht zuletzt vom Teilkonzern Defence (Verteidigung), der erst-mals seit Jahren den Umsatz wieder deutlich steigern konnte. So erhöhten sich hier die Erlöse von 405 Millionen auf 435 Millionen Euro. Wesentlichen Anteil daran hatte nach Angaben des Unternehmens vor allem die Diehl Defence GmbH & Co. KG mit Sitz in Überlingen. Letztere ist nun die neue Führungsgesellschaft für das Verteidigungsgeschäft der Diehl-Gruppe; sämtliche Beteiligungsgesellschaften seien jetzt unter diesem Dach konzentriert, hieß es weiter...  Auf der Ertragsseite hielt der Diehl-Konzern das operative Ergebnis (Ebit) mit 174,7 Millionen Euro stabil. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich um 3 Prozent auf 16 385 Beschäftigte. Für das laufende Jahr peilt der Konzern einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro „bei entsprechender Ergebnissteigerung“ an ...